Lese in Osho’s Buch „Courage – The Joy of Living Dangerously“. Für ihn besteht in Mut in Furchtlosigkeit (und ist daher für ihn grundverschieden von Tapferkeit – diese ist sogar ein Zeichen dafür, dass Mut fehlt).
Wie der Titel schon besagt handelt es sich ansonsten um einen Lobgesang auf den Mut. Das ganze ist im Duktus eines Messias geschrieben, auch wenn Osho immer wieder betont keine Lehre aufstellen zu wollen, sondern den Leser im Gegenteil jede Sicherheit nehmen zu wollen und ihn so gewissermaßen aus dem warmen Nest ins risikoreiche Leben zu stoßen.
Insgesamt gefällt mir das Buch aber gut und es hat mir einige Anstöße und Einsichten gegeben. Auch er fordert eine Konfrontation mit dem Tod:
„Enjoying those moments where you come directly in contact with death-where death becomes almost a reality-is what I mean when I say live dangerously.“ (S. 124)
Zumindest inspirierend ist die enge Beziehung, die er zwischen Mut und Liebe aufstellt:
„Real opposite of love is fear. In Love on expands, in fear one shrinks.“ (S. 77)
Keinesfalls solle man diese Angst* bekämpfen, dadurch würde man sie nur in Form von Angst vor der Angst verstärken. Vielmehr solle man sie ignorieren und die Liebe verstärken und so die Angst letztlich überwinden.
Dabei unterscheidet er vier Stufen der Liebe:
Die erste ist sexuell, das Gefühl des Zu-Hause-Seins eines Orgasmus. Die zweite ist emotional, das Gefühl des Aufgehoben-Seins in einer unbedingten Liebe. Die dritte ist religiös: das spontane Gebete durch das man in eine Beziehung zur ganzen Welt tritt. Als letzte Stufe führt er schließlich die Meditation an, in welcher man eins wird mit dem Universum (wobei ich persönlich kritisch bin, ob diese Stufe wirklich von der dritten zu unterscheiden ist bzw. nicht eine Form der ersten darstellt).
* Er definiert Angst so: „Fear is a feeling of no contact with existence“ (S. 68)
Tags: Osho Mut Liebe Tod
Februar 15, 2009 um 10:01
und lies das buch vom ego°